Episode from the podcastDNX Podcast "WE CHOOSE FREEDOM" mit Sonic Blue (Marcus Meurer) & Yara Joy (Felicia Hargarten)

Thomas Mangold ★ Produktiver und effizienter leben > Tausche Chaos gegen Ordnung

Released Friday, 11th September 2015
Good episode? Give it some love!
   
Interview mit Thomas Mangold Hey Leute, was geht ab? Hier scheint die Sonne, hier ist blauer Himmel, das heißt, ich bin gerade richtig gut drauf und bin happy. Und ich habe mir heute Thomas Mangold geschnappt, den Guru in Sachen Effizienz und Produktivität und ja... wie ihr vielleicht wisst, sind das auch genau meine Themen. Von daher habe ich mich mega auf das Interview gefreut. Wir sind richtig tief eingestiegen in verschiedene Techniken, in Tools. Und ja... ich würde am liebsten mit dem Thomas noch zwei Stunden weiter labern, aber bevor ich jetzt hier zu viel rede, steigt besser ins Interview ein. Viel Spaß und haut rein! In dieser Folge lernst du:
  1. Wie du dich besser fokussierst und deine Aufgaben erledigt bekommst.
  2. Wie du deine ToDos in vier Prioritätenstufen einteilst.
  3. Was gegen akute Aufschieberitis hilft.
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1.000 Dank, Dein Marcus 
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Antisocial
Freedom
[su_accordion] [su_spoiler title="Diese LIFE HACKZ Folge zum Nachlesen" icon="plus-square-1"] Interview mit Thomas Mangold   Marcus: Hey Thomas, willkommen auf dem LifeHackz Podcast! Thomas: Hallo Marcus, freut mich, danke für die Einladung! Marcus: Ja sehr gerne. Wo bist Du gerade, was machst Du? Thomas: Ich sitze gerade in Wien in meinem Home Office und ja... bin im Bereich Selbstmanagement tätig, blogge auch über das Thema und ja... im Großen und Ganzen geht es bei mir mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Das ist mein großes Überthema, sage ich mal. Und damit beschäftige ich mich. Marcus: Okay, das heißt, am Ende soll dann der Impact sein, Du hast mehr Zeit für was auch immer? Thomas: Ja genau, für das, was Dir eben Spaß macht. Familie, Freunde oder Essen, wie auch immer und weniger halt an Deiner Arbeit oder Deinen Projekten arbeitest. Oder eben die Arbeit durch die Projekte eben schneller und produktiver über die Bühne bringst und dann eben mehr Zeit für diese Dinge zu haben. Marcus: Mhh. Das Thema Produktivität ist ja ein ziemlich wichtiges Thema, gerade bei uns Selbstständigen. Und gerade als Selbstständiger, der noch Online unterwegs ist und dann so Fallen, wie Facebook und Social Media ausgesetzt ist. Das ist für mich irgendwie immernoch die größte Challenge, da fokussiert zu bleiben. Merkst Du, dass der Bedarf oder die Nachfrage nach Dir und Deinen Kursen oder Deinen Produkten, oder speziell zum Thema Produktivität wächst und größer wird? Empfindest Du das auch so, dass es zum echten Problem werden kann? Thomas: Ja auf alle Fälle. Also, ich kenne mittlerweile so viele Menschen, die wirklich Probleme damit haben ihre Aufgaben, die ihnen gestellt werden, egal ob man jetzt selbstständig ist oder unselbstständig arbeitet, die noch über die Bühne zu bringen und die noch zu schaffen in der vorgegebenen Zeit. Das wird halt immer, immer schwieriger. Die Anforderungen werden immer höher und andererseits auch die Ablenkungen natürlich. Wie Du schon gesagt hast: Facebook, Twitter, Google, was da auch immer wartet, Youtube. Die werden auch immer größer und damit braut sich irgendwas zusammen dann, wo man dann mit den Aufgaben eben nicht mehr fertig wird. Und da muss man eben Strategien und Lösungen finden, damit man das doch schafft und ja... da setzt eben mein Blog, meine Kurse, meine Bücher setzen da an, genau. Marcus: Okay, das heißt, Du selber warst schon immer ein total effizienter, strukturierter und optimierter Mensch oder was für einen Background hast Du? Thomas: Ähm naja, ich war jetzt nicht der totale Chaot, das würde ich nicht sagen, aber ich war jetzt nicht so strukturiert und gut, wie ich jetzt arbeite und produktiv wie ich jetzt arbeite. Das war ich mit Sicherheit nicht. Also, ich habe mich mit dem Thema begonnen, schon während meines Studiums, mich zu beschäftigen und ja, es wurde dann immer mehr und irgendwann habe ich mir gedacht „Okay, da kannst Du mehr draus machen. Du weißt jetzt schon so viel über das Thema, da startest Du jetzt mal mit einem Blog“ ja. Und das war eigentlich der Beginn, aber ich war... als Schüler war ich nicht so gut strukturiert, sage ich jetzt mal (lacht). Da hat es eher gehapert an diversen Dingen, obwohl es da ja noch keine Ablenkungen wie Facebook und Smartphone oder so gegeben hat, aber trotzdem. Da waren dann halt die Ablenkungen anders. Ich war immer begeisterter Fußballspieler, begeisterter Sportler und habe halt lieber Sport getrieben als gelernt und ja... das hat sich dann auch oft in den Noten niedergeschlagen. Marcus: Ja, wir sind ja ungefähr fast gleiches Baujahr. Ich bin 77er und wenn ich mich zurück erinnere, eigentlich muss es ja voll die Oase gewesen sein ohne Smartphone, ohne Ablenkung, ohne Handys. Aber dann gab es halt andere Sachen ne? Dass man Sport gemacht hat oder sich mit Freunden getroffen hat, keine Ahnung. Also man konnte auch so seine Zeit irgendwie vertrödeln und sich um die Hausaufgaben drücken. Thomas: Genau! Das hat immer geklappt. (beide lachen) Marcus: Wie auch immer. Und was war dann der Trigger während des Studiums, Dich damit mehr zu beschäftigen? Thomas: Ja, dass ich einfach gemerkt habe... also in der Schule war es noch so, dass man halt einen klaren Stundenplan gehabt hat. Man hat gewusst, man muss hingehen. Und dann kam man auf die Uni und da war es eigentlich vollkommen egal, ob man anwesend war oder nicht - bei den meisten Kursen zumindest. Und ja... ich habe dann sehr schnell gemerkt, dass ich da eigentlich viel Zeit vertrödele und nicht hingehe oder etwas anderes mache. Und dann kam die große Prüfung. Ja, und dann war es halt nicht so leicht wie in der Schule, dass man da halt noch ein, zwei Tage davor zu lernen beginnt und das schafft. Und dann kamen die ersten negativen Noten. Und das war so der Trigger wo ich gesagt habe „Okay, das kann so nicht weitergehen. Ich muss da vieles ändern.“ Und da habe ich eigentlich wirklich intensiv begonnen, mich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Marcus: Mhh, also das war für mich ehrlich gesagt auch eine ganz neue Erfahrung, als ich dann frisch an die Uni gekommen bin, an der Uni Münster, und mir den Stundenplan dann selber zusammenstellen musste. Das konnte man dann ja noch irgendwie ein bisschen schieben und machen und tun, aber Du bist das erste Mal halt auf Dich selbst gestellt und für Dich selber verantwortlich, ob Du dahin gehst - bei uns gab es auch kaum Anwesenheitspflicht – oder nicht. Und wann Du anfängst zu lernen und womit Du lernst. Wichtig war eigentlich nur, dass Du zu den Klausuren erschienen bist. Und am Anfang habe ich dann auch viel zu spät angefangen und dann irgendwie mit Biegen und Brechen das gerade noch bestanden. Weil ich glaube, die meisten Menschen ticken so, dass sie erst loslaufen, wenn sie müssen. Thomas: Ja, so isses. Und das ist einer der größten Fehler und den habe ich jetzt versucht auszumerzen, eben durch gute Planung. Da kommen wir schon ins Thema Planung ein bissl hinein. Wenn Du Dir das gut einbläust und gut planst, Deine Aufgaben gut verteilst über die Zeit, die Du zur Verfügung hast, dann lebt es sich auch wesentlich entspannter. Das einzige, was man halt entwickeln muss, ist die Disziplin, das dann auch wirklich durchzuziehen und nicht so, wie gesagt, früher war ich... ich habe damals natürlich schon mit To Do Listen und Aufgabenlisten, damals noch in handschriftlicher Form auf irgendeinem Blatt Papier gearbeitet. Und das ist dann immer wieder auf den nächsten Zettel übertragen worden und so weiter und so fort. Und erledigt ist es nie worden, also ja, mittlerweile glaube ich, dass ich ganz gut in der Planung bin. Dass ich ganz gut darin bin auch zu wissen, was ich an einem Tag so erledigen kann. Also, dass ich mir nicht zu viel vornehme. Auch das ist ja oft eine Gefahr, dass man sich viel zu viel vornimmt und das dann nicht schafft und dann frustriert ist. Also da nehme ich mir lieber ein bisschen weniger vor und schaffe das dann und freue mich, dass ich dann am Ende des Tages meine To Do Liste abgearbeitet habe. Ja und eben was glaube ich noch ganz wichtig ist, sich in diesem Bereich noch ein bisschen Pufferzeiten zu lassen, weil ja immer wieder unvorhergesehene Dinge kommen. Mit denen arbeiten die wenigsten. Also die meisten die zu mir kommen, haben eben nicht diese Pufferzeiten, sondern den Tag von in der Früh bis Spätabends durchgeplant. Und wenn dann mal irgendetwas außergewöhnliches passiert, dann kommt’s eben dazu, dass man Aufgaben verschieben muss und das ist glaube ich, nicht optimal. Marcus: Ja dann kollabiert so das ganze System, was man sich vorher aufgestellt hat in seiner Wunderlist oder Evernote oder welchem To Do Planer auch immer. Thomas: Genau, so isses. Dann drückt man auf morgen, morgen, morgen, morgen und dann wird die morgige Liste wieder elendslang und das ist dann ein Riesending, das man dann irgendwann nicht mehr bändigt und irgendwann macht man den To Do Planer dann gar nicht mehr auf vermutlich. Marcus: Ja, das musste ich auch erstmal lernen. Also am Anfang bin ich auch immer davon ausgegangen, was ist der optimale Tag? Ich stehe dann und dann auf. Okay, dann bleiben mir vielleicht vier Stunden zum Arbeiten, später nochmal fünf, am Abend nochmal drei, wenn ich richtig viel weghauen will. So, und entsprechend habe ich dann die Tasks da reingehauen, aber ohne daran zu denken, dass auch mal jemand anrufen könnte oder eine E-Mail reinkommt, die dann doch so wichtig ist, dass sie da reingeschoben werden muss. Oder was auch immer passiert. Und dann ist Dein ganzer Plan eigentlich wieder für die Katz´ und Du bist wieder nur am Schieben: morgen, morgen, morgen. Wenn Du überhaupt ein Datum assigned hast. Das ist ja noch schlimmer. Ich habe mir da mittlerweile angewöhnt für alles dann auch ein Datum zu assignen in der Wunderlist. Aber wenn Du gar kein Datum hast, dann verrottet es irgendwie da, so in den Unterordnern ne? Thomas: Genau, so isses. Dann “Aus den Augen, aus dem Sinn” und ja… es ist so die Eisenhauer Matrix, wo man dann sagt, irgendwann wird es dann wichtig ja? Und dringend. Das ist ja das Problem ne? Wichtig und dringend. Und man sollte sich halt eher in dem Quadranten wichtig und nicht dringend bewegen und das versuche ich. Und seit ich das mache, ist wirklich… die Lebensqualität ist wesentlich höher dadurch. Man hat mehr Zeit die Dinge zu erledigen auch und es macht wesentlich mehr Spaß. Ja, wirklich geniale Sache. Aber wie gesagt, die meisten Leute warten dann eben, bis das wichtig und dringend wird und dann kommt eben die große Panik, dann kommt der Stress und ja… dann kommen viele Faktoren zusammen, die dann eben nicht schön sind. Marcus: Ja, das heißt, wenn Du Aufgaben angehst oder Tasks, teilst Du dann die Aufgaben in die beiden Teilbereiche wichtig und nicht wichtig und dringend und nicht dringend oder gibt es noch eine dritte Ebene? Thomas: Ich habe im Prinzip vier Stufen von Prioritäten: Die erste Priorität ist die sogenannte Eat that Frog-Aufgabe oder MIT sagt man glaube ich noch dazu: Most Important Thing. Genau ja, also das ist Priorität eins, die wir doch immer als erstes erledigt. Das ist halt so meistens die unangenehmste, wichtigste, ja… eine Mischung aus den beiden. Weil sie unangenehm und wichtig sind, erstens. Die versuche ich gleich als erstes am Tag zu erledigen, weil wenn die mal weg ist, dann ist man auch mental im Kopf viel, viel freier. Wenn man die dann mitschleppt über den ganzen Tag und erst am Schluss erledigt, hat man die immer irgendwie im Hinterkopf: “Ah dieses komische Ding da muss ich noch machen”. Und das ist dann ja… meistens nicht so gut. Das heißt Priorität eins bei mir. Priorität zwei sind dann die wichtig und dringenden Aufgaben. Die kommen halt rein. Die kann man nicht verhindern. Ich versuche halt, dass die immer ja… relativ gering gehalten werden. Aber wenn mir im Blog irgendein technischer Fehler auftritt oder irgendeine Mail reinkommt, wo etwas wichtiges zu erledigen ist, dann muss das natürlich Priorität haben, das ist ganz klar. Und ja, Priorität drei ist dann eben die wichtigen Dinge, aber die sind noch nicht dringend. Und da versuche ich eben die meisten meistens in dieser Kategorie drinnen zu sein. Und Priorität vier, wenn da noch so administrative Dinge, die weder wichtig noch dringend sind, sage ich mal. Aber eben auch erledigt werden irgendwann. Und ja… das sind so meine vier Prioritätenstufen, mit denen ich arbeite. Marcus: Mhh. Und ich glaube, viele fragen sich jetzt: Genau, wichtig und dringend ist Stufe eins, richtig? Thomas: Ja, der Eat that Frog ist Stufe eins und wichtig und dringend ist dann Stufe zwei, genau. Marcus: Ah, Eat that Frog, genau. Und Du sagtest gerade, das sind meistens die unangenehmsten Dinge. Gibt es noch ein paar Symptome, woran man so einen Task dann definieren kann oder festmachen kann? Womit man dann in den Tag starten sollte und warum sollte man den gerade am Anfang des Tages machen? Thomas: Ja, meistens sind das halt diese Dinge, die würde man gerne gar nicht erledigen. Oder es sind so unangenehme Dinge, die man am liebsten aufschieben, aufschieben, aufschieben würde. Und ja… wenn man die am Anfang des Tages erledigt, ist das eben ein befreiendes Gefühl, wenn man die mal erledigt hat ja? Weil das ist dann extrem motivierend. Weil dann denkt man sich “Ja, woah, jetzt habe ich dieses unangenehme und wichtig Ding hinter mir und jetzt bin ich voller Energie und kann weiter arbeiten. Also bei mir ist das zumindest so und bei vielen, vielen, denen ich diese Vorgehensweise vorgeschlagen habe, ist das ebenso. Man ist einfach top motiviert, wenn dieses Ding erledigt ist und hat es eben nicht mehr im Hinterkopf. Und das sind die zwei wichtigen Dinge für mich, die jedes Mal wieder… also ich bin jedes Mal wieder überrascht. Ich mache das jetzt schon extrem lange so. Also sicherlich über zwei, drei Jahre mit dieser Eat that Frog Aufgabe, und noch immer ist man nachdem man sie erledigt hat - immer gibt es auch keine, muss man auch dazu sagen - aber wenn es eine gibt, nachdem man sie erledigt hat, ist man dann total happy und glücklich, ja? Klingt komisch, ist aber so. (lacht) Marcus: Ja, also ich kann das voll bestätigen, weil ich arbeite auch nach einem ähnlichen Prinzip. Ich suche mir am Vorabend immer diesen so genannten - ich nenne den MIT “Most Important Task - raus und markiere den dann auch mit einem Sternchen in der Wunderlist. Also ich arbeite noch mit Wunderlist für mich selber. Wenn ich mit dem Team zusammenarbeite, dann über Trello. Und mir hilft dann immernoch die Zusatzfrage: Welche Aufgabe oder welcher Task hätte den größten Impact auf Dein Business oder auf Dein Leben? Und welcher Task würde Dein Leben irgendwie zum Besseren verändern? Das sind aber meistens, wie Du sagst, genau diese unangenehmen, diese fetten Monster, die man dann immer vor sich herschiebt. Und wenn man den dann trotzdem angeht und macht, wie Du schon sagst… und weil ich immer ziemlich früh aufstehe, habe ich den dann meistens schon um 9.00 Uhr oder um 10.00 Uhr fertig. Dann ist der Tag, der kann gar nicht mehr schlecht werden. Der ist dann schon so geil, weil Du denkst, Du hast mega was weggeschafft. Thomas: So ist es. Also es ist wirklich ein erhebendes Gefühl und wirklich genial. Und das was Du jetzt gerade gesagt hast mit dem größten Impact auf mein Leben in drei, vier, fünf Jahren, das ist natürlich dann auch eine coole Sache. Das versuche ich auch reinzubringen, aber das versuche ich eher in der Wochen- und Monatsplanung schon reinzubringen, dass ich da wirklich mich nur auf diese Dinge konzentriere. Und dass ich mich dann wirklich auf das Wesentliche konzentriere, was dann wirklich in meinem Leben dann den meisten Impact dann in Zukunft hat, ja. Aber mache ich auch. Marcus: Und wenn Du Dir dann… Machst Du das auch so, dass Du am Abend vorher Dir die To Do’s anschaust für den nächsten Tag, um schonmal zu wissen, was abgeht, oder planst Du dann morgens mit frischem Kopf? Thomas: In der Regel mache ich’s am Abend. Da ist es die letzte Aufgabe vorm Computer. Manchmal ist es aber auch die Erste in der Früh. Ich bin jetzt nicht ganz so streng mit mir, wenn ich am Abend dann… wenn der letzte Termin jetzt außerhalb ist, dann drehe ich den Computer jetzt nicht mehr extra auf und mache das. Aber mit Todoist, ja… dann mache ich das am nächsten Tag in der Früh. Aber in der Regel passiert’s auch am Vorabend, ja. Marcus: Ja, Todoist ist auch ein sehr cooles Tool, das verlinken wir auch in den Shownotes. Und ich habe gestern mit dem Holger Grethe vom Zendepot ein richtig spannendes Interview gemacht für den Podcast. Und er macht das beispielsweise so, dass er die Tasks immer projektbasiert angeht, das heißt, dass dann eine Woche oder je nach dem wie lange es dauert, dann nur um seinen Blog geht und dann geht es eine Woche nur um Business Development und dann geht es eine Woche nur um Online Kurse. Bei mir ist es so… ich weiß nicht… dafür spielt mein Kopf zu oft verrückt und ich brauche auch zu viel verschiedene Impressions, dass ich mir eigentlich den Tag immer so bunt zusammenwürfele. Würdest Du sagen, das ist nicht so cool oder was ist da Dein Tip? Thomas: Ich glaube, das muss jeder selbst für sich entscheiden. Beides probieren würde ich sagen. Ich bin da auch der Typ, der eher in Deine Richtung geht und sage “Okay, den ganzen Tag nur an einem Ding zu arbeiten, das ist mir irgendwie zu fade. Also ich brauche da auch mehrere verschiedene Dinge. Mal nen Blogartikel, dann vielleicht an einem Online Kurs arbeiten, dann wieder administrative Dinge erledigen und so. Also da bin ich auch eher in Deiner Richtung. Aber ich glaube, das muss - generell im Selbstmanagement ist es ja so - ausprobieren, was Du selbst für gut empfindest, das behalte bei. Und wo Du sagst, nein, das ist nichts für mich, das verwirft einfach wieder und schau das nächste Ding an. Das ist immer der Tip, den ich meinen Klienten gebe. Und das funktioniert in der Regel recht gut. Ich glaube, da muss jeder sein eigenes System finden. Jeder von uns ist ein bissl anders gestrickt und den Holger kenne ich auch sehr, sehr gut und habe mich schon oft mit ihm getroffen auch. Und ja… der macht das wirklich genial so und das passt für ihn so. Für mich würde das weniger passen.   Marcus: Okay, wie so oft: es kommt drauf an und ist ne Typ-Sache. Thomas: Genau, auf alle Fälle. Marcus: Aha und wenn Du dann die Tasks angehst, beispielsweise den MIT, ist das dann immer so ein Brocken, dass das auch mal vier, fünf, sechs Stunden dauern kann oder filetierst Du quasi Aufgaben, wenn Du weißt, sie würden von der Zeit her zu lange dauern? Thomas: Also, ich versuche das mehr zu filetieren. Aus dem ganz einfachen Grund, weil man so… also ich habe so das Gefühl produktiver zu sein. Ich versuche meine Aufgaben im Todoist relativ klein zu halten. Die gehen selten über ne Stunde drüber. Und so kann ich immer wieder dazwischen abhaken, abhaken, abhaken und sehe da mehr Fortschritt, als wenn ich da fünf Stunden an meinem MIT arbeiten würde und nach fünf Stunden da erst abhaken könnte. Das ist so ein bissl eine psychologische Geschichte von mir. Deswegen mache ich lieber die kleineren Tasks ja. Marcus: Ja, ich glaube bei vielen Menschen, bei mir auch, funktioniert dieses Belohnungssystem richtig gut. Und wie Du schon sagtest: Je mehr Du dann abhaken kannst und dann vielleicht noch so ein cooler Sound dazu kommt und dieses Checkmark irgendwie durch Deinen Fingerwisch entsteht… ich weiß nicht… ist ne coole Belohnung. Thomas: Ja auf alle Fälle ja. Es ist irgendwie jedes Mal so ein mentaler Kick und Du bist wieder frisch motiviert das nächste anzugehen. Das ist einfach genial, deswegen versuche ich möglichst oft abzuhaken. (lacht) Marcus: Ja, mir geht´s genauso. Und ich bin auch so ein Typ, wenn da irgendwelche Farbmuster sind und Du musst auf grün kommen oder Du musst auf 100% kommen oder Du musst irgendwie in einer App noch etwas dazukaufen, damit der Balken irgendwie komplett ist, dann lasse ich mich dadurch total triggern und mache das und versuche da irgendwie dranzubleiben. Thomas: Sehr gut, ja. Also es geht mir ähnlich. (lacht) Marcus: Okay, cool. Und wenn Du in dem Task selber drin bist, verwendest Du dann noch bestimmte Techniken wie Pomodoro? Vielleicht erklärst Du mal kurz, was das ist und ob das Sinn macht für Dich? Thomas: Ja, Pomodoro ist halt dass Du möglichst kleine Einheiten machst, ich glaube, 25+5 ist Pomodoro. Das heißt also 25 Minuten arbeiten, 5 Minuten Pause. Nein, das mache ich nicht, weil ich habe es probiert auch. Es ist an und für sich eine coole Sache, weil man wirklich länger konzentriert arbeiten kann, das schon. Aber mich hat das irgendwie gestört, dass ich dann mittendrin irgendwie da jetzt aufhören soll, Pause machen soll, wo ich gerade im Flow bin vielleicht, wo ich dann einen Artikel schreibe und gerade gut drauf bin und dann läutet dieses Pomodoro und reißt Dich irgendwie raus. Also mich hat das eher gestört dann am Ende. Deswege mache ich es nicht so. Also ich mache in der Regel regelmäßig Pausen, das auf alle Fälle. Ich versuche meine Aufgaben so im stummen Bereich anzusetzen und mache dann nach jeder Aufgabe eine kurze Pause und das funktioniert dann auch sehr gut, ja. Marcus: Mhh, ja mir geht es ähnlich. Ich habe auch schonmal Pomodoro getestet, war dann ein großer Verfechter davon, weil, das Gute an dem Pomodoro ist ja, das hat ganz strenge Regeln. Du musst dann diese 25 Minuten sitzen bleiben und nur an der Aufgabe arbeiten. Und sobald Du irgendwie rausgerissen wirst oder da einmal aufstehst und zur Toilette gehst oder was anderes, dann musst Du den Pomodoro wieder starten und reseten und von vorne machen. Was mich dann aber auch irgendwann gestört hat ist, manchmal bist Du in so nem Flow-Modus und Du bist richtig produktiv und auf einmal klingelt der Wecker und Du musst dann aufstehen und 5 Minuten etwas anderes machen. Thomas: Ja, das kann nix. Also für mich hat das halt… hab´s gut getestet. Das ist so eine Sache, die habe ich getestet und ist dann eben nix für mich gewesen, aber für manche passt das vielleicht. Manche arbeiten damit hochproduktiv. Für mich ist das eher weniger was. Marcus: Okay. Thomas: Wenn Du vorher gesagt hast, dieser Balken… Da habe ich noch einen coolen Tip mit dem ich auch arbeite. Bei großen Projekten mache ich mir auch solche Balken und unterteile die meistens so in 5%-10% Schritte auf meinem Whiteboard hier. Und dann male ich immer dazu. Je nach dem wie weit ich bei einem Projekt bin, male ich da immer dazu und das ist auch extrem motivierend und deswegen, die Idee mit den Balken gefällt mir sehr sehr gut, weil ich das selber verwende und da siehst Du halt, wie weit bist Du? Wie viel hast Du noch? Und das ist wirklich sehr, sehr motivierend so vorzugehen. Und es schützt auch noch ein bisschen so vor Aufschieberitis. Marcus: Ja, was gibst Du den Leuten für nen Tip, die an akuter Aufschieberitis leiden? Thomas: Ja, genau solche Dinge zu machen. Eben das ganze so ein bisschen zu visualisieren, darzustellen wie weit bin ich? Wohin muss ich noch? Ja? Das ist der eine Punkt. Der zweite Punkt, wo die meisten einen großen Fehler machen ist - jetzt ganz egal ob das mit Abnehmen zu tun hat oder irgendeine Todoist, die nicht erledigt wird - man plant ja zu wenig. Also ich muss mich genau hinsetzen und muss einen Plan erstellen, muss mir ne Strategie überlegen, wie will ich das machen? Und das machen die wenigsten, ja? Das heißt zu wenig Zeit in die Planung investiert und dann geht es meistens schief. Das ist der große, große Fehler beim Aufschieben meistens ja. Marcus: Ja, oder was ich auch gemerkt habe: Viele denken, dadurch dass sie eine App benutzen, ist das Problem schon gelöst. Thomas: Genau. Marcus: Es gibt richtig gute, coole Apps und dadurch kann man sich dann auch die Inbox 0 irgendwie leer machen, den Posteingang, wenn man alles in die App schiebt und dann ja… dann verrottet´s halt an nem anderen Ort. Also nicht mehr in Deiner Inbox, sondern liegt dann in Evernote oder Wunderlist. Also ich glaube, wichtig ist ja… irgendwie sich so motivieren zu können, dass man die Tasks dann auch angeht und im besten Fall dann auch so nen MIT dann irgendwann mal angeht ne? Thomas: Ja genau, das ist am optimalsten. Meistens sind ja genau das, diese MIT-Tasks dann ne? Diese Aufschieberitis-Dinger sind meistens MIT Sachen bei mir und wie gesagt, wenn es dann mal erledigt ist, ist es ein erhebendes Gefühl und man gewöhnt sich dann dran und freut sich zum Teil schon auf die MIT Sachen, weil man eben schon weiß, dass man sich danach gut fühlt ja? Das ist wichtig! Marcus: Mhh, also was bei mir richtig gut funktioniert, wenn ich nen MIT angehen will und das ist eigentlich jeden Tag jeden Morgen, ja nicht in den Posteingang gehen und ja nicht auch irgendwie Facebook oder so aufmachen. Weil bei mir ist so, sobald ich das Ding einmal aufmache, hat´s mich gecatcht und die Gedanken sind woanders und man verliert sich. Thomas: Ja absolut. Also mir geht’s bei Facebook so. Ich mache Facebook auf, weil ich eine Werbeanzeige erstellen will und finde mich 10 Minuten später im Newsfeed wieder (lacht). Das ist Wahnsinn. Also das ist unglaublich. Deswegen versuche ich das auch zu vermeiden, arbeite sogar mit Apps daran. Also Antisocial heißt das eine, wo Du das Facebook ausschalten kannst für gewisse Zeit, sodass Du einfach nicht drauf zugreifen kannst. Also generell alle Social Media Seiten. Und das andere heißt Freedom. Also auch recht cool, weil da kannst Du das ganze Internet kappen. Und gerade wenn ich an meinen Büchern schreibe oder Blogartikeln schreibe, da brauche ich das Internet ja nicht. Und so verhindere ich, dass da irgendwelche Ablenkungen kommen könnten. Marcus: Ja, man muss schon sagen: Das ist verdammt gut, der Algorithmus ne? Thomas: Ja, der ist Wahnsinn (lacht) Marcus: Und für’s MacBook gibt’s glaube ich noch Self Control als App für Social Media Blocking. Thomas: Genau ja, gibt’s auch. Und für’s Handy, für die, die kein iPhone haben, weil Apple das verhindert offensichtlich, gibt’s noch die App Offtime, die sehr, sehr cool ist. Da kann man verschiedene Profile erstellen. Also zum Beispiel das Profil Sport. Und da sage ich im Profil Sport, da kann ich zugreifen meinen Musik App, auf meinen Runtastic mit dem ich meinen Lauf eben triggere und auf Deine Sport Apps halt noch und alle anderen sind gesperrt und auch alle Anrufe oder SMS sind gesperrt. Und das ist echt ein cooles App, weil da kann man auch Arbeitsprofile machen und vieles, vieles mehr … Familie. Da kann man genau einstellen, wer kann auch von den Anrufern zu Dir durch und wer wird abgeblockt. Und das ist halt eine coole Sache. Gibt’s leider nur für Android im Moment. Aber ist wirklich eine coole App mit der ich sehr, sehr arbeiten auch. Marcus: Ja, klingt supergut auch. Danke für den Tip! Thomas: Gerne, gerne. Marcus: Was gibst Du Leuten mit auf den Weg, die ganz am Anfang stehen und jetzt das erste Mal ihre To Do Listen bauen und vielleicht auch es schaffen im MIT anzufangen und dann nicht wissen, wieviele Tage soll ich eigentlich arbeiten oder am Rechner verbringen? Gibt es da einen allgemeingültigen Hinweis oder Tip von Dir? Thomas: Ja, das kommt natürlich wieder sehr auf die Person an. Also ich bin ja generell auch jemand, der sehr, sehr gerne das tut, was er tut. Deswegen setze ich mir da keine Zeitlimits, aber ich versuche da natürlich schon… ich fange auch in der Regel sehr, sehr früh an. Also mein Tag beginnt… Mein Arbeitstag beginnt meistens schon um 6:00 Uhr. Arbeitstag unter Anführungszeichen. Ich bin ein Frühaufsteher auch. Und ja, ich versuche dann schon in der Regel bis 16:00 Uhr arbeite ich, allerdings mit Sport dann halt dazwischen natürlich und versuche dann einfach Freunde zu treffen. Die große Gefahr ist halt, dass viele dann vorm… gerade wenn man alleine arbeitet… daheim arbeitet… dass man dann daheim verhungert irgendwie, sage ich immer. Und die Sozialkontakte nicht mehr wahrnimmt und so. Und das ist eben absolut nichts für mich. Deswegen ja, wenn meine Freunde in der Regel mit ihrem normalen Job aufhören, dann höre ich auch auf vor’m Computer zu sitzen. Da treffen wir uns, machen irgendetwas, machen Sport oder treffen uns und gehen weg. Und das ist glaube ich, ganz, ganz wichtig. Aber im Prinzip muss es jeder für sich selbst wissen, wieviel er da investieren muss. Mein Ziel ist es halt irgendwann soweit zu sein, dass ich gerade mal vier Stunden, also den Vormittag da vor’m Computer verbringen muss und den Rest des Tages dann so gestalten kann, wie ich will. Also das ist mein großes Ziel. Und da bin ich noch nicht, aber ich bin auf dem guten Weg dahin. Marcus:  Perfekt. Und das, was Du gerade sagst, ist total interessant - auf mich bezogen. Weil immer wenn ich in Berlin bin und Du sagtest dann, irgendwann wenn Deine anderen 9 to 5 Freunde quasi frei haben und Du Dich Abends mit denen triffst, dann hörst Du auch auf und hast irgendwie ein bestimmtes Muster bis wann man arbeiten kann und dann ist auch Schluss. Und wenn ich unterwegs bin und die Tage noch viel länger sind und ich noch viel mehr Zeit habe für alles, erwische ich mich immer wieder, auch heute noch oder ich glaube letzte Woche oder so, dass ich mehr oder weniger vor’m Rechner dann verhungere und denke “Ja, Du könntest ja noch was machen”, aber so richtig effektiv ist man nicht mehr. Aber ich verpasse dann immer den Moment, einfach diesen Scheiß Deckel runterzuklappen und zu sagen “So, heute geht nix mehr. Ende.” Thomas: Ja, also, da erwische ich mich auch noch ab und zu dabei, muss ich ehrlich sagen. Wenn man dann so merkt, man ist überhaupt nicht mehr produktiv und so weiter. Und dann klappe ich ihn einfach zu und sage “Aus für heute”. Ja… Ich glaube, das perfekte Selbstmanagement wird es nie geben. Man wird immer wieder in irgendwelche Fallen tappen, aber das ist auch okay, solange es nicht regelmäßig passiert. Ich glaube ganz, ganz wichtig ist … ab und zu darf es passieren, aber wenn man regelmäßig immer Facebook aufmacht und dann 20 Minuten, 30 Minuten im Newsfeed drinhängt, dann muss man was ändern. Wenn das ab und zu mal passiert… Mein Gott, wir sind alle Menschen, sage ich immer. Das ist auch okay. Marcus: Ja auf jeden Fall. Und man hört es ja auch von den richtig effizienten Menschen in den USA, wie den Pat Flynn oder Tim Ferris oder so. Denen passiert das auch immer wieder, dass sie dann in so nem Rattenloch verschwinden und auf einmal immer wieder auftauchen und dachten “Ey Scheiße, was wollte ich jetzt eigentlich auf Facebook machen?” Also denen passiert das genauso und es soll ja auch nicht zur Selbstkastanei ausarten. Aber ich glaube gerade bei mir ist noch so geprägt so, von der alten 9 to 5 Mentalität “Zeit gegen Geld”. Solange Du am Rechner sitzt, verdienst Du Geld, solange der Deckel oben ist, scheint es ja irgendwie gut zu sein, was Du machst. Und das ist immernoch nicht ganz angekommen, dass ich selber bestimmen kann, wann ich aufhöre und wann ich wieder anfange zu arbeiten. Thomas: Ja, das stimmt. Da hilft vielleicht, dass Du Dir wirklich einen Terminplan machst und wirklich sagst “Okay, ich stelle mir jetzt das Smartphone auf 14:00 Uhr, 15:00 Uhr oder 16:00 Uhr” und wenn das Smartphone läutet, dann ist Schluss für heute. Also mit dem habe ich auch eine Zeit lang gearbeitet und das hat auch gut funktioniert, weil ich mich auch immer wieder dabei erwischt habe. Gerade wenn, weiß ich nicht, wenn ich unterwegs war oder so, wie Du richtig sagst, dass man dann eben vor’m Computer noch rumsitzt und um 22:00 Uhr noch immer sitzt, ja. Und dann habe ich mir einfach gesagt “Nein, das geht nicht” und habe dann mein Arbeitsende in der Früh festgelegt und habe meinen Alarm programmiert. Und da habe ich dann tatsächlich auch zugeklappt, weil das dann wirklich… erstens Mal ist es unproduktiv. Es passieren viel zu viele Fehler dann schon, weil man ja unkonzentriert ist und nicht mehr so die mentale Energie hat und deswegen hat es meistens eh kaum etwas gebracht. Ja, da gehe ich dann lieber auf ein Bier irgendwohin und ja… schließe den Tag so. (lacht) Marcus: Ja, es gibt ja auch so ein Gesetz, dass man sich die Aufgaben, die man zu tun hat, immer - egal wie lang oder kurz der Zeitraum ist - genau in diesen Zeitraum legt. Ich komme gerade nicht auf den Namen. Thomas: Arkins Rogers Gesetz ist das glaube ich. Marcus: Genau. Thomas: Ja genau, das besagt halt: Je kürzer die Zeit ist, in der Du die Aufgabe erledigen kannst, um so produktiver bist Du natürlich. Und umso mehr konzentrierst Du Dich eben auf die wichtigen Dinge. Marcus: Ja, das ist echt krass. Wenn wir nen Ausflug machen und dann den ganzen Tag unterwegs sind. Und heute leihen wir uns wieder einen Roller und fahren über die Insel und dann weiß ich abends “Woah, ich habe jetzt nur noch drei Stunden oder ne Stunde für meine E-Mails oder ne halbe.” Du rast da durch, bist richtig effektiv, produktiv, auf dem Punkt, ähm ja… verschwendest keine Zeit. Und wenn man aber weiß “Oh ich habe den ganzen Tag hier, ich habe gutes Internet”. Weil wenn wir unterwegs sind haben wir manchmal auch nur so kurze Phasen, wo wir richtig gutes Internet haben, das hilft dann auch. Dann vertrödelt man soviel Zeit, immer wieder. Thomas: Ja, das stimmt, kenne ich auch. (lacht) Marcus: Also, wie man glaube ich merkt, das ist ein Riesenthema: Produktivität. Und eins, was mich auch sehr beschäftigt und sehr viel Spaß macht, mich immer wieder neu zu challengen und neu zu strukturieren, Routinen aufzusetzen. Thomas: Super ja. Ich glaube, gerade am Anfang, wenn man vielleicht startet mit diesen To Do Listen, dann macht’s vielleicht auch Sinn, das man sich daneben hinschreibt, neben jedem To Do: Wieviel Zeit will ich dafür investieren. Und sich dann vielleicht auch da den Wecker stellen. Also nicht Pomodoromäßig, sondern dass man einfach sagt “Okay, für diese Aufgabe möchte ich eine Stunde brauchen, und nicht mehr” und sich dann vielleicht irgendwo eine Uhr oder einen Countdown hinstellt und dann immer wieder sieht “Oh, soviel Zeit habe ich nur noch. Jetzt muss ich Gas geben”. Also das hilft auch am Anfang sehr. Marcus: Hast Du eine bestimmte Routine oder Struktur am Tag, die Du immer wieder abarbeitest? Und wie sieht ein typischer Tag bei Dir aus? Thomas: Ja wie gesagt, dieser typische Tag, den gibt’s für mich eigentlich nicht, weil ich das eher immer wieder durchwürfele. Aber im Prinzip habe ich schon immer meine Hardfakts. Also mit meinem MIT beginne ich natürlich dann. Dann kommt in der Regel nach dem MIT, da bearbeite ich zum ersten Mal meine E-Mails ab. Das mache ich nur zweimal am Tag, dass ich meine E-Mails abarbeite übrigens. Marcus: Ah cool. Thomas: Und sonst bleibt’s geschlossen, weil sonst kommt immer wieder was rein und man ist abgelenkt. Deswegen habe ich mir das angewöhnt, wirklich nur zweimal am Tag, vielleicht auch ein drittes Mal am Abend - aber das ist eher selten ... Marcus: Ja, das hatte ich auch mal drauf, das ist auch ganz witzig. Und jetzt bin ich wieder zurückgefallen quasi, dass ich dann auch, wenn ich unterwegs bin und mir langweilig ist mal auf dem iPhone die Inbox checke. Und ich ärgere mich selber darüber. Ich glaube, das zeigt, es kann immer wieder passieren, dass man eine Routine oder einen Habit wieder neu aufbauen muss ne? Thomas: Genau ja, das passiert. Man hat den Fokus einfach nicht mehr drauf und dann kommt das eben neu. Aber dann muss man sich eben wieder neu drauf fokussieren und dann funktioniert das schon ja. Ich gebe halt den Tipp auch, immer alle Benachrichtigungen auszuschalten. Also Facebook- oder Mail-Benachrichtigungen. Bei vielen bimmelt ununterbrochen das Handy, weil Mails reinkommen. Also das ist halt ein Horror dann natürlich ja. Marcus: Ja, das hilft super. Das hilft ungemein. Also ich habe eh das Handy immer auf lautlos. Aber ich habe jetzt auch angefangen auf dem iPhone diese ganzen Bubbles auszuschalten, wo Du dann siehst… auch optisch einfach: 1, 2 neue Mails und dann ist man halt geneigt da reinzugehen. Und wenn Du das alles ausschaltest, alle Notifications die es gibt. Also dieses Vibrieren, den Ton, die Bubbles oben - Du lebst auf einmal viel entspannter. Thomas: So ist das, absolut. Das kann ich auch nur empfehlen. Also ich habe das auch alles ausgeschaltet zum Glück ja. Marcus: Okay cool. Thomas: Genau ja und was bei mir noch hinzukommt ist die Sporteinheit, die tägliche. Fast täglich sage ich jetzt mal. Ähm ja, entweder Fitnesscenter: Laufen, Radfahren, das baue ich dazwischen irgendwo ein, wenn ich sehe, ich brauche mal einen Time Out, dann passiert das zwischendurch irgendwie. Das kann sein am Vormittag, das kann sein am Nachmittag. Also ich bin jetzt nicht so einer, der jetzt jedes Mal den gleichen Stundenplan hat, weil ich die Abwechslung eben sehr, sehr gerne habe, aber ja… im Prinzip gehört dazu eben die MIT, dann gehört das Sportmachen dazu und ja. Zum rechten Zeitpunkt dann wirklich auch den Computer auch abdrehen. Das gehört auch noch dazu. Das sind so meine Ankerpunkte, die ich dann halt irgendwie verteile über den Tag. Marcus: Ja und wenn Du ins Fitnessstudio gehst - gestern erst habe ich eine App empfohlen gekriegt, hier in Mallorca im Gym von nem anderen Pumper - hast Du da eine Empfehlung für ne coole App? Oder bist Du da genauso hart und strukturiert zu Dir oder machst Du einfach Freestyle irgendwelche Geräte? Thomas: Nah, ich habe mein Programm… habe ich. Und Split-training und ja, da habe ich mein Programm zusammengestellt bekommen von nem befreundeten Fitnesstrainer und das ziehe ich durch. Ich versuche mindestens drei Mal in der Woche ins Fitnesscenter zu gehen und drei Mal laufen. Das ist so meine Minimumanforderung, gelingt auch meistens und an einem Tag ist dann dann Cheatday. da darf ich mich ausrasten und fertig. Das funktioniert sehr gut, da habe ich eigentlich keine Apps oder Tools, die ich empfehlen könnte für’s Fitnesstraining. Ähm, einzig die Ernährung vielleicht. Die tracke ich, weil das ganz gut funktioniert, dass man nicht zu viel zu sich nimmt, weil ich bin ja ein großer Fan von gutem Essen (lacht) und da habe ich eben mein Fitness Pale, das ich empfehlen kann, wo ich eben die Ernährung tracke und dann auch sehe “Okay, jetzt musst Du aufpassen. Jetzt hast Du schon zu viele Kalorien verbraucht. Jetzt gehst Du es wieder langsamer an”. Aber ansonsten verwende ich für’s Fitnesstraining… Ja und Runtastic eben verwende ich für das Tracken meiner Laufzeiten. Aber jetzt direkt im Studio nix. Was hast Du da empfohlen bekommen im Studio? Marcus: Äh, ich schau mal eben nach. Ich habe nämlich vorher auch immer Pläne gekriegt von nem Kumpel von mir, der auch Personal Trainer ist, aber irgendwie meldet der sich in letzter Zeit gar nicht mehr und kriege keine neuen Plände. Und die alten machen keinen Bock mehr. Loox heißt das. Und das ist ganz cool insofern, dass man … Da gibt es dann glaube ich, über 300 Pläne, je nach dem was man machen will: Kraftaufbau oder athletischer Körper oder Gewicht abnehmen oder Gewicht abbauen, Männer, Frauen… also man muss vorher sein Profil anlegen und kriegt dann entsprechende Pläne vorgeschlagen, auch von wirklichen Experten. Und kann dann aber diese Pläne auch immernoch individuell anpassen. Und das wollte ich jetzt mal ausprobieren, zumal da auch immernoch ne ganz gute Videoanleitung dazu ist, wenn man nicht genau weiß, welche Übung das ist. Und das ganze wird, sobald Du diesen als Mein Trainingsplan aktivierst, dann auch offline runtergeladen, dass Du dann gar nicht mehr Netz brauchst, wenn Du in irgendeinem Studio bist. Thomas: Okay, das ist cool ja. Sehr gut. Lade ich schon herunter. (beide lachen) Marcus: Und was ich noch empfehlen kann, was ich jeden morgen mache, ist die sogenannte 7-Minuten-App. Hast Du davon schonmal was gehört. Thomas: Das habe ich gehört ja. Marcus: Genau und das ist so 7 Minuten very intens, also sehr intensives Intervalltraining, funktionales Training. Was Du also überall machen kannst ohne Geräte oder ohne Fitnessstudio. Und das sind glaube ich 12 Übungen in die 7 Minuten reingepackt. Und ja… wenn Du das regelmäßig machst, hat das auch echt nen Impact auf Deinen Body und auf Deine Gesundheit. Das funktioniert ziemlich schnell und ziemlich gut. Thomas: Cool, muss ich probieren ja. Marcus: Kann ich nur empfehlen. So, und wenn Leute auf Deine Webseite selbst-management.biz kommen, was können die dort erwarten? Und was würdest Du empfehlen? Wo soll man einsteigen? Thomas: Ja, Einstieg ist immer schwierig. Also, einfach mal auf die Ressourcenseite schauen. Dort sind alle Artikel, die ich jemals geschrieben habe, zusammengefasst. Dort einfach mal drüberlesen und einfach dort einsteigen, was derjenige am spannendsten findet. Also da geht’s über Produktivität, Selbstmanagement, ich habe diverse Videos drinnen, meine Podcasts sind drinnen. Also da gibt’s wirklich viel zu sehen. Einfach einmal einsteigen, mit dem was Spaß macht. Ich empfehle das immer wieder. Auch wenn man mit Sport beginnt, nicht jetzt mit irgendwas einsteigen, was einem keinen Spaß macht, sondern mit dem einsteigen, was man gern tut. Es gibt jede Menge Tooltipps, Buchtipps; Zeitmanagement ist drin; Produktivität; Zero Inbox ist natürlich auch Thema; Lernen und Austauschen. Auch da habe ich sehr, sehr viel über Lernen geschrieben; um Energie; Gesundheit; Lifestyle gibt’s ein paar Artikel; wie man Ordnung schafft; mentale Stärke ist auch dabei; Evernote natürlich - ich bin ja ein großer Evernote Fan. Ja und diverse Videos und dergleichen mehr. Also einfach mal durchschauen auf der Ressourcenseite und sagen “Okay, das interessiert mich, damit fange ich an”. Und sich dann von dort aus weiter durcharbeiten und immer wieder was neues holen, würde ich sagen. Marcus: Mhh, wie lange gibt es die Seite jetzt schon. Thomas: Diese Seite gibt’s jetzt schon über zwei Jahre. Also es hat sich schon einiges angesammelt. Es kommen auch immer wieder neue Artikel hinzu natürlich. Zweimal im Monat kommt ein Artikel und einmal im Monat kommt ein Video dazu. Immer zu einem gewissen Thema und ja. Ich freue mich auch immer wieder, wenn Leute mich anschreiben und gewisse Themenwünsche äußern natürlich. Und sagen: “Da und da und da bräuchte ich Hilfe. Hast Du da was?” Und dann kümmere ich mich darum und das ist immer ein recht reger Austausch mit meinen Lersinnen und Lesern. Das ist immer spannend für mich auch. Marcus: Cool, das funktioniert immer am besten ne? Wenn Du mit Deinen Leuten redest und dann quasi das lieferst, was die Leute auch interessiert und nicht wo Du denkst, so das wäre jetzt ein wichtiges Thema ne? Das merken wir auch immer mehr. Thomas: Genau ja, ja. Auf alle Fälle. Marcus: Wieviel Traffic hast Du da jetzt so über die letzten Monate generiert? Thomas: Es haben sich jetzt in den letzten Monaten so 25.000 Lerinnen und Leser pro Monat eingependelt. Da stehe ich jetzt im Moment (lacht). Marcus: Cool. Thomas: Ja, aber ich bin zufrieden damit, also das passt. Marcus: Nee, richtig cool. Weil ich habe mich auch gewundert, ich komme aus dem SEO-Bereich. Ob zum Beispiel so eine biz-Domain - da streiten sich im SEO-Bereich ja immernoch die Geister so, ob man so eine gut zum Ranken kriegen kann oder ob man lieber auf eine .com oder .org oder .de gehen soll. Bei Dir, Du bist ein gutes Beispiel. Ich glaube, Du kriegst auch ganz gut SEO-Traffic oder? Thomas: Genau ja. Ich habe dann Experten mal, muss ich auch dazu sagen... vor nem halben, dreiviertel Jahr hat er sich um den SEO sehr genau gekümmert und da ist wirklich dann sehr, sehr viel weiter gegangen. Aber ich kriege sehr, sehr viel über Google ja. Der Großteil kommt über Google bei mir ja. Marcus: Mhh perfekt, und das kann ja nur besser werden. Das spricht aber dann auch für die Qualität des Blogs und wahrscheinlich der Trust und das Alter, was dann immer weiter in Deine Karten reinspielt, wenn Du dran bleibst und Content erstellst. Thomas: Genau, so isses. Also dranbleiben ist glaube ich, das Wichtigste beim Bloggen. Wie generell im Leben. Am Anfang habe ich mich lange herumgeschlagen mit wenigen Besuchern. Ja und dann sind’s immer mehr und mehr geworden und ja… wenn man da aufgibt in dieser Phase, ist das glaube ich schlecht. Also dranbleiben ist ganz, ganz wichtig. Marcus: Ja, ich glaube ich habe das schonmal auf dem Podcast gesagt. Es gibt auch so ne Erhebung oder Untersuchung: Was wäre passiert, wenn diejenigen den Blog weitergemacht hätten, wo sie genau aufgehört haben? Und in ganz, ganz vielen Fällen ist das genau der Punkt, wo die meisten Leute dann genervt drangehen und sagen “Nee, das bringt alles nix, ich steige jetzt hier aus. Ich höre auf” und kurz danach wäre dann dieser Big Point gewesen und gekommen. Thomas: Okay (lacht)  Das ist bitter, ja. Marcus: Ja, zum Glück wissen das dann die Leute nicht mehr, aber das zeigt nochmal, wie wichtig einfach das Durchhaltevermögen ist. Das Standing und klar, auch wenn man alleine ein Online Business angeht, ist es glaube ich noch schwieriger und dann passiert nichts auf dem Blog. Und dann ist es glaube ich um so wichtiger, sich mit gleichgesinnten zu umgeben oder beispielsweise in ne Mastermindgruppe zu gehen. Du selber bist auch in ner Mastermindgruppe, oder? Thomas: Ja genau. Also das ist ein ganz, ganz wichtiges Thema für mich. Mastermind ist extrem wichtig, weil dort eben Leute sind, die verstehen was Du tust ja? Die wenigsten verstehen ja, was wir da wirklich tun. Wenn ich das normalen Freunden oder so erzähle, dann greifen die sich immer an den Kopf. Dass man damit Geld verdienen kann (lacht). Und ja, Mastermindgruppe hat mir wirklich auch einen Schub gegeben. Ich war zeitweise in drei Mastermindgruppen gleichzeitig, weil es mich wirklich inspiriert hat. Mittlerweile bin ich nur noch in einer, aber es ist wirklich eine sehr, sehr geniale Sache, weil Du Dich da austauschen kannst, neue Tipps bekommst, siehst was die anderen so machen und das wirklich sehr offen gehandhabt wird und da überhaupt kein Konkurrenzdenken ist oder so, sondern sich da gegenseitig weiterhelfen will. Und das ist wirklich… also, ich kann das nur jedem empfehlen, unbedingt eine Mastermind suchen oder selbst gründen und da dann glücklich werden. (lacht) Marcus: Auf jeden Fall. Ich kann es auch nur jedem empfehlen. Ich war da vorher immer so ein bisschen skeptisch und dachte “Wo kriege ich das denn jetzt noch reingebaut in meinen Kalender” und ja… Jetzt vor zwei Monaten war ich in Barcelona. Vom Dynamite Circle auf nem großen internationalen Event und da wurden dann auch Masterminds zusammengemischt und ich war in einer richtig, richtig guten Mastermindgruppe, wo es dann darum ging, sein Business auf’s nächste Level zu heben. Und das ist einfach so inspirierend. Erstmal so tiefe Insides in andere Businesses zu kriegen und dann diese Hilfsbereitschaft von den anderen für Dein eigenes Problem ne? Thomas: Genau ja, so isses. Also wie gesagt, ich habe sehr, sehr viel profitiert und ich wäre sicherlich nicht dort, wo ich jetzt bin ohne diese Mastermind. Das kann ich fix unterstreichen. Marcus: Und auf Deinem Blog gibt’s ja neben Deinen Blogartikeln, glaube ich, auch noch einen Videokurs und verschieden Bücher oder wie sieht das aus? Wie hast Du Dich da aufgestellt? Du hast auch noch einen eigenen Podcast? Erzähl mal ein bisschen. Thomas: Genau. Also der Podcast geht über dasselbe Thema. Also die Podcasts sind jetzt immer Artikel. Das gibt’s in geschriebener Form und gibt in Podcastform, weil manche hören lieber, manche lesen lieber. Marcus: Okay, wie machst Du das? Liest Du dann den Artiekl 1:1 ab oder änderst Du den ein bisschen? Thomas: Nein, nein, nein. Also der Podcast ist wesentlich ausführlicher. Also ich schreibe zuerst den Artikel und spreche dann im Podcast. Wenn ich ablesen würde, würde das kein Schwein hören wollen. (lacht) Also ich muss frei sprechen. Und ja… Das ist immer zu dem Thema des Artikels natürlich. Ich gehe ein bisschen mehr ins Detail im Podcast natürlich, weil man mehr Platz hat, mehr Raum hat, wenn man sprechen kann, als wenn man schreiben kann. Ich glaube, niemand würde 10.000 Wörter in einem Blogartikel lesen. Also der Blogartikel ist recht komprimiert, ich versuche da meistens so um die 1.000 Wörter zu halten und der Podcast ist eben dann für die Menschen, die genaueres erfahren wollen oder die ohnehin nur den Podcast hören. Also das passt dann schon. Dann haben wir da meine Bücher…. Marcus: Ganz kurz noch zum Podcast, weil das interessiert mich besonders, weil ich gerade erst am Anfang stehe und Du immer sehr weit oben auch in den Rankings zu finden bist. Also wahrscheinlich echt gute Inhalte da ablieferst: War das ähnlich, wie beim Bloggen, dass das erstmal ein bisschen gedauert hat, bis Du die Aufmerksamkeit hattest von den Leuten? Oder ging das direkt ab, wie eine Rakete? Thomas: Also der Podcast ist direkt abgegangen wie eine Rakete muss ich sagen, weil…. ja, Podcasts gibt’s jetz auch schon gut eineinhalb Jahre sicher. Und ja… ich habe damals halt schon ein paar Leser gehabt und man ist ja dann schnell in dieser Neukategorie oder wie heißt die? Marcus: Ja, ich hab’s auf englisch. Bei mir heißt sie “New & Noteworthy” oder so. Also Neu und Bemerkenswert oder so. Thomas: Ja, wenn man da mal drin ist und da vorne rankt, dann kommen extrem viele Leute dazu. Und das ist schonmal cool. Da kann man glaube ich, 10 oder 12 Wochen ist man da drin. Und da ist wirklich die Post abgegangen. Und ja, ich bin dann auch in den normalen Kategorien immer weiter nach vorne gewandert. In der Wirtschaftskategorie und es kommen immer wieder neue Hörer von Podcasts und das ist wirklich ein cooles Marketingtool. Das einzige, wo ich Probleme damit habe ist, die Leute dann auch auf die Webseite zu bekommen. Also da, weiß ich nicht, mache ich entweder was falsch oder die Leute einfach nicht. Gut, ich merk’s auch bei mir selbst, ja? Ich höre das im Fitnessstudio oder höre das in der U-Bahn oder im Auto und ja… Du gehst halt dann selten auf den Blog oder auf die Webseite. Da muss Dich schon was sehr, sehr spannendes dorthin locken, sage ich mal. Marcus: Ja es ist wirklich so, dass da ein Medienbruch ist. Das merke ich ja selber. Ich versuche es ja auch bei meinem Podcast, dass ich am Ende immer sage “Hinterlasst mir mal einen Kommentar irgendwie auf der Webseite oder schreibt mir an marcus@lifehackz oder hinterlasse mir eine Sprachnachricht”. Ich habe da alles eingebaut auf meiner Webseite, aber es kommt irgendwie kaum Interaktion, obwohl die Leute die Podcasts hören. Das sehe ich ja in den Stats bei Soundcloud. Aber ich kenne es von mir selber. Wenn ich den Podcast dann höre und ich bin im Bett oder so, dann habe ich keinen Bock mehr an meinen Rechner zu gehen, den anzumachen und demjenigen dann noch ne Nachricht zu schicken. Auch wenn’s vielleicht cooler wäre. Thomas: So isses, genau, ja. Also, das ist das Problem, aber gut… Das ist schön, ich freue mich über jeden Podcasthörer und es ist okay so. Ja, es ist halt ein zusätzliches Marketingtool auch für mich und ja, es funktioniert sehr, sehr gut. Marcus: Und es macht sauspaß oder? Thomas: Ja mörderisch. Also ich liebe Podcasten ja. Da kann ich mich so richtig auslassen und ja… ich glaube, das merkt man auch. Auch bei Dir merkt man das, dass es Dir ein Riesenspaß macht, als wenn man da vielleicht fade vorm Mikro sitzt und irgendetwas rein liest. Ich glaube, die Leute merken das einfach und deswegen glaube ich… ja… das ist auch ein Erfolgsrezept vom Podcast, dass Du da wirklich authentisch bist und Dir das wirklich Spaß macht. Marcus: Ja klar. Und wer so viele Folgen wie Du hat, ich glaube über 100 Stück oder so, solange kann man ja nicht irgendwas anderes vorgeben, als man ist. Man ist halt 100% authentisch auf’m Podcast und das ist ja auch das coole. Die Leute erleben Dich dann so wie Du bist und können dann entscheiden: Das gefällt mir oder das gefällt mir nicht.   Thomas: Genau so isses. Ja, das zum Podcast. hast Du noch ne Frage dazu? Marcus: Nee, zum Podcast. So! Und dann wolltest Du gerade noch so Deine anderen Produkte... Thomas: Ja, an anderen Sachen habe ich so ne Art Campus, ähn so nenne ich’s, TM Campus gelauncht. Das ist ThomasMangold.me. Und da habe ich eben meine Bücher; meine Kurse; meine Webinare, die ich auch mache ab und zu; meine Seminare, wenn ich welche gebe... die sind dann alle dort zu finden. Das habe ich dann vom Blog ein bisschen losgelöst jetzt. Oder bin gerade dabei, das loszulösen. Also vom Blog wird das alles verschwinden in nächster Zeit. Und da ist eben das alles zu finden. Und ja… funktioniert sehr, sehr gut diese Trennung. Und die Leute, die eben diese Produkte haben wollen, können auf diese Seite gehen und alle anderen sind mit dem Blog glücklich und das passt optimal. Marcus: Cool, das klingt nach einer logisch aufgebauten Welt, aber so was entwickelt sich ne? Thomas: Ja absolut, also natürlich habe ich einen Blog angefangen. Teilweise sind die Kurse auch noch in der Sidebar im Blog. Die werden jetzt alle verschwinden dort und es wird nur noch auf den Campus verwiesen. Aber ich glaube, gerade in unserem Business entwickelt sich wahnsinnig viel. Also, wenn ich meine Jahresplanung mache und jetzt schon zurückschaue auf meine Jahresplanung, dann überlege ich mir, ob ich nächstes Jahr überhaupt noch eine machen soll, weil sich einfach so viel ergibt dazwischen und man relativ kurzfristig dann halt Dinge ändert und ja, es macht halt Riesenspaß. Marcus: Ja, da ist einfach viel zu viel Musik drin bei uns, in den ganzen Online Businesses ne? Als dass man da zu lange im Voraus planen kann. Das ist echt zu Oldschool. Ich hab’s auch mal versucht, ne Jahresplanung oder Dreijahresplan… Fünfjahresplan, fragen auch immer gerne die Journalisten, aber ich kann da immer nur sagen “Ich lebe im Jetzt und es passiert viel zu viel, als dass ich jetzt sagen könnte, was in zwei Jahren ist, in drei Jahren… Ob ich dann noch digitaler Nomade bin? Wer weiß?” Oder ob ich dann vielleicht schon ne Insel besitze oder irgendetwas anderes mache… Kein Plan! Thomas: Genau, so isses. Also ich auch nicht. Mein großes Ziel ist es natürlich vom passiven Einkommen leben zu können. Das auf alle Fälle. Das ist meine große Vision, an der arbeite ich. Und da bin ich auf einem guten Weg, aber dass ich jetzt sage “In sechs Monaten kommt der und der Kurs und dieses und dieses Buch raus” das mache ich auch nicht mehr, weil da ergeben sich dazwischen so viele spannende Dinge, wo Du sagst “Okay, das machst Du”. Und das ist der große Vorteil von unserem Business. Wir machen einfach das, was uns Spaß macht und das möchte ich auf gar keinen Fall missen. Und das, was mir heute Spaß macht, muss mir in sechs Monaten keinen Spaß mehr machen und dann kann ich es ändern noch. Das ist das coole da dran. Marcus: Ja absolut unterschrieben. Ich glaube, das ist ein gutes Schlusswort. Vielen Dank Thomas für Deine Zeit! Thomas: Danke für die Einladung, hat mich sehr gefreut! Marcus: Mich auch! Es war mega spannend. Wir können uns gerne auch noch ein paar Mal öfter austauschen, gerade auch zum Thema Produktivität, ich bin da auch ein totaler Freak. Von daher habe ich mich mega drauf gefreut, dass wir jetzt endlich mal miteinander gesprochen haben. Es war sehr cool, es hat mir total viel Spaß gemacht und wir bleiben auf jeden Fall in touch! Thomas: Super! Machen wir auf alle Fälle, freut mich sehr. Marcus: Dann wünsche ich Dir noch einen produktiven Tag! Thomas: Danke, Dir ebenso, ciao! Marcus: Danke, ciao!   Wow, vollgepumpt mit Motivation und Produktivitätsantrieb spreche ich hier direkt das Auto ein, dann geht die Folge auch schon zum Transkribieren und zum Mastern, so dass ihr sie möglichst schnell hören könnt. Ich hoffe, euch hat die Folge genauso viel Spaß gemacht, wie mir. Wir hören uns beim nächsten Mal. Peace and Out! [/su_spoiler] [/su_accordion]